Aktivstall Grasbrunn mit Paddocktrail
Encarnes Villa

Infos

 

 

ENCARNES VILLA ist ein Aktivstall in welchem auch das Paddock Paradise Konzept mit sehr langen Wegen zwischen den einzelnen Bereichen umgesetzt wurde. Sie liegt in Oberbayern - im Südosten des Landkreis München - ein wenig außerhalb von Grasbrunn. Das gesamte Stallgelände mit Koppeln etc. ist ca. 25.000m² groß. 


Das Hauptgebäude hat ca. 375 m² (25m x 15m). Der überdachte Putzplatz mit Warmwasseranschluss grenzt daran an.

Den Pferden stehen im Sommer eine Selbstränke von Suevia und verschiedene lebensmittelechte Bottiche zur Verfügung. Im Winter wird die Selbsttränke beheizt und wir stellen einen beheizten Bottich von Thermobar in den Auslauf. Somit kann jedes Pferd die Wasserstelle aufsuchen, die er bevorzugt. Unser Trink- und Tränkwasser ist von hervorragender Qualität und kommt aus dem gemeindlichen Brunnen im Höhenkirchener Forst. Es wird zusätzlich mit Naturenergie revitalisiert
(GRANDER®-Wasserbelebung).



Dieses Bild entstand während der Bauphase. Jetzt ist es noch schöner

 

Unsere gemischte Herde vertreibt sich die Zeit im Liegebereich mit Krankenbox (ca. 75 m²), dem Vordachbereich (ca. 75 m²), den Futterständern, dem angrenzenden und befestigten Auslauf (über 1.500 m²),  dem kleinen Unterstand (ca. 30 m²), der großen Heuhütte (ca. 140 m²) im Süden, dem Rundlauf (auch Trail oder Race Track genannt) sowie den Koppeln (die Beweidung erfolgt hier stundenweise nach Futterbedarf der Pferde). 
Vor dem Hauptstall, dem Unterstand und der Heuhütte gibt es breite Sandstreifen zum Wälzen und Schlafen.








   

2005 haben wir eine Kraftfutterstation und Heuraufen von HIT-Aktivstall eingebaut. Die Pferde nehmen es sehr gut an. Heu, Kraftfutter und Mineralfutter stehen somit individuell über den ganzen Tag verteilt zur Verfügung. Die räumliche Trennung von Heu und Kraftfutter/Mineralfutter und den "Umweg" den wir auf dem Weg vom Einem zum Anderen eingebaut haben, bringt ein bisschen Schwung in die Truppe.

 
2008 habe ich mich intensiv mit der Paddock Paradise Philosophie von Jamie Jackson beschäftigt und angefangen diese umzusetzen. 2010 wurde der (Um-)Weg vom Liegebereich zu den Heuständern und der Rundlauf zum Kraftfutterständer und dem kleinen Unterstand als erstes befestigt und ist seitdem bei jedem Wetter matschfrei zu erreichen.
Bei der Errichtung der Heuhütte mit zeitgesteuerten Hit-Intervallraufen im Süden haben wir auch den Weg dorthin befestigt. Die nun befestigte Wegstrecke beträgt über 700 m.

Die Hit-Fütterungstechnik erleichtert uns die Umsetzung des Paddock-Paradise-Konzeptes enorm. Ohne sie wäre es schwierig, auch Nachts lange Fütterungspausen zu vermeiden. Ebenso können wir den unterschiedlichen Futterbedarf der verschiedenen Herdenmitglieder individuell ausgleichen. Das ist mit einem "reinen" Paddock-Trail meiner Meinung nach nicht wirklich möglich.









So sieht ein Teil der befestigten und befahrbaren Wege bei uns aus. Manche haben als Tretschicht Sand und Andere haben ein Sand-/Hackschnitzelgemisch.

Die Kletterhügel haben verschiedene Formen, Größen und sind aus verschiedenen Materialien aufgeschüttet.













Alle Bewohner (auch die ganz kleinen) lieben die "Auflockerung" durch Bäume, Büsche und Wallhecken. Einen Teil der Flächen lassen wir unbeweidet. Das erhält die Artenvielfalt und von dort können dann auch die Wildkräuter aussamen und die restlichen Flächen aufwerten. Verschiedene Totholzstapel und Baumstämme finden die Mitbewohner selbstverständlich auch.



Der Fasan erfreut uns ab und zu mit seinem Besuch.




Die ungiftige Ringelnatter mag es ja gern feucht und wir sehen sie nur am Koppelrand.



Die Feldhasen sind so schnell, dass wir sie nicht wirklich gut fotografieren können . Dieser besuchte uns am Morgen des ersten Kurstages mit Sabine Oettel und ich war gerade dabei die Filmkamera für den Kurstag vorzubereiten.







Irgendwie klappt das mit dem Trennen der "Funktionsbereiche" nicht immer . Die morgendliche Sonne von Osten hat den Sand aber auch zu verlockend angewärmt.



Hier sieht man vier von 12 Fressplätzen in der Heuhütte



Um die Koppeln (zwischen E-Zaun und 1,75 m hohen, dichten Maschendrahtzaun) ist ein ca. 5 m breiter freier Grasstreifen. Diesen dürfen die Pferde in unserer Anwesenheit abfressen. Damit versuchen wir sicherzustellen, dass niemand ohne unsere Einwilligung an die Pferde herankommt. Zusätzlich ist der Weg einmal aussenrum eine beliebte "Teststrecke".





Im Liegebereich, im Unterstand und in der Box haben wir HIT-Softbetten. Zusätzlich gibt es noch eine "Klo-Ecke" die ca. 30 -40 cm hoch mit Miscanthus eingestreut wird. In diesem Bereich werden die Pferdeäpfel täglich entfernt und mehrmals pro Monat effektive Mikroorganismen verteilt. Die komplette Fläche inklusive der Koppeln wird täglich gemistet. Der Stallbereich wird regelmäßig komplett rausgewaschen. Wir entwurmen zeitgemäß und selektiv. Dazu wird mehrmals pro Jahr von allen Pferden Kotproben gesammelt und zur Untersuchung ins Labor gebracht. Bei "positivem Befund" wird das betroffene Pferd entwurmt.


Noch ein paar Fotos:







Schaut fast so aus, als würden bei uns die Pferde nur herumliegen. Ist natürlich nicht so. Aber es ist einfach so schön, sie so entspannt zu sehen










 


 
 

Natürlich ist auch im Winter der Rundlauf und eine Koppel auf: